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Freie Liebe

18:09 Uhr – Nachdem ich mich in letzter Zeit eher den stärkeren Artgenossen gewidmet habe, ist es mal wieder Zeit für was leichtes. Für was ganz leichtes sogar. Das alkoholfreie Lager Freie Liebe von Nittenauer hat auf jeden Fall unter 0,5 Prozent Alkohol. Auf dem Etikett ist das halbe Gesicht einer jungen Frau mit runder Peace-John-Lennon-Sonnenbrille, grober Strickmütze und großen Kopfhörern zu sehen. Sie ist grün und lila eingefärbt.

In gleichmäßig getrübtem Gold füllt das lebhafte Bier das Glas, darüber legt sich eine hügelige, ebenfalls lebhafte und äußerst feine, fingerdicke, weiße Schaumschicht. Neben dem typischen süßen Maischegeruch von alkoholfreiem Bier sind auch fruchtige Aromen von Orange und Grapefruit zu erschnuppern.

Der Antrunk ist erfreulich vollmundig, sehr prickelnd und erfrischend. Die dickliche Malzsüße und die spritzige Zitrusfruchtigkeit des Hopfens (Sultana und Lotus) verbinden sich hier sehr, sehr gut. Herbe ist kaum zu finden, aber das stört mich bei einem hellen Lagerbier jetzt auch nicht besonders.

Eine zarte Orange mit der genau richtigen Balance zwischen ganz leichter Bittere und fruchtiger Süße macht hier den hauptsächlichen Geschmack aus. Der weiche Körper mit der vielen Kohlensäure machen das Bier aus der Oberpflanz zu einem der besten Alkoholfreien, die ich je getrunken habe. Der passende Abgang bestätigt dieses Bild – tolles Bier!

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