Prost Neujahr

20:16 Uhr – Das neue Jahr ist schon fast drei Wochen alt und ich bin noch nicht zu meinem Silvestersektchen gekommen. Der wird auch ausfallen, aber ein bisschen Blubber muss natürlich schon noch sein. Dass Lambics der bessere Sekt sind, weiß ich ja schon länger. Darum gibt es zum bierischen Jahresbeginn ein Mort Subite Gueuze Lambic aus Belgien.

Der Viertelliter Sauerbier ist in ein braunes Fläschchen mit gelbem Etikett verpackt. Zunächst fällt der drauf geschriebene Name des Bieres ins Auge. Auf den zweiten Blick entdeckt man Details: Links unten ein Herr, der einen Kronkorken als Hut trägt; darüber ein Poststempel der Stadt Brüssel; rechts unten ein überschäumendes Bierglas; am rechten Rand außerdem drei rote Würfel und oben wir das Etikett von Gerstenähren eingerahmt.

Im Glas, einem schönen grünfüßigen Römer aus dem Erbe meiner Oma, sieht das Mort Sobite wunderschön aus. Kupferfarben liegt es da, bedeckt von einem feinen, dichten, weißen Schaum. Der Geruch ist ein typisch fruchtiger Sauberbiergeruch, leicht nach Essig und Sekt. Ich rieche Weintrauben und frisch geschrotetes Getreide.

Der erste Eindruck ist lecker, süßlich fruchtig mit leichter Säure, wie ein spritziger Traubensaft. Dazu muss man sagen, dass das Bier zwar mit Fruchtzucker vergoren wurde, sonst aber kein Obst darin ist. Trotz der deutlichen süße hat das Lambic eine gewisse Trockenheit. Es hat nicht viel mit herkömmlichem Bier zu tun – aber es schmeckt mir wieder mal außerordentlich gut. Prost Neujahr!

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