Schaf im Wolfspelz

20:34 Uhr – Heute mal was Klassischen aus heimischen Gefilden: Das Kronburger Hell von der Brauerei Kronburg. Auf dem Etikett ist eine goldene Krone über der gemalten Burg mit sehr rotem Dach und sehr grünen Buschen zu sehen. Umrandet wird das Ganze von einem breiten goldenen Rand. Diese Optik ist sowas von klassisch, dass das Bier echt wie aus dem letzten Jahrtausend wirkt. Nicht so mein Ding.

Das Getränk selbst sieht natürlich genau so aus, wie man es von einem bayerischen Hellen erwartet: Klar, goldgelb, lebendige Kohlensäure und prächtige Schaumkrone. Da gibt es nichts auszusetzen. Auch der Geruch passt zum Bild. Er ist sehr dezent, dabei süßlich malzig und macht unglaublich viel Lust auf einen großen Schluck Bier.

Dieser läuft recht gut die Kehle runter, Prädikat: süffig. Der süßliche, milde Geschmack von trockener Gerste und die spritzige Kohlensäure  machen das Kronburger Hell zu einem sehr ordentlichen Durstlöscher. Im Abgang und Nachgeschmack kommt eine ganz leichte Hopfenherbe dazu, das gibt dem Bier noch eine interessante zweite Ebene. Wirklich ein sehr gutes Feierabendbier ohne viel Schnickschnack, ein einfaches aber feines Helles mit 5 Prozent Alkohol. Das Glas ist beinahe in Rekordzeit leer – und ich habe leider kein zweites Fläschchen aus Kronburg im Kühlschrank.

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