Werwolfgehäul

19:47 Uhr – Anfang Oktober, draußen ist es schon dunkel, der Vollmond scheint über Ravensburg und die Wölfe heulen. Der ideale Abend also für ein Vollmond Bier. Gebraut vom Braumeister der Brauerei Locher in Appenzell in der Stille des Kellers in einer vergangenen Vollmondnacht. Man sagt (also das Etikett), dass sich in seinem schimmernden Gold die magische Kraft der Natur spiegelt.

Von Magie zu sprechen, wäre jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben. Das Vollmondbier aus der hübschen Drittelliterflasche ist aber auf jeden Fall ein überdurchschnittliches Geschmackserlebnis. Es findet eine sehr gute Balance zwischen einem Hauch von Malz und einer ganz leichten Bitternote. Diese feine Abstimmung lässt auch darüber hinwegsehen, dass es zunächst fast ein bisschen wässrig-leicht schmeckt.

Auch die Optik des Etiketts ist zu loben: Golden scheint der Vollmond aus einem tiefblauen, klaren Nachthimmel auf ein schwarzes Appenzeller Dorf, umgeben von vielen kleinen Sternen. Das Etikett auf der Rückseite dient außerdem als Mondkalender: Es sind alle Vollmondnächte von 2017 und 2018 vermerkt. Es würde sich durchaus anbieten, in jeder dieser Nächte ein solches Bierchen zu genießen. Zum Beispiel beim Reinfeiern in meinen nächsten Geburtstag.

Apropos genießen: Die Brauerei Locher hat einen ganz schon großen und bunten Strauß im Angebot, zum Teil hört sich das sehr interessant und schmackhaft an. Sogar die Preise im Onlineshop sind für Schweizer Verhältnisse ganz okay. Allerdings verschicken die nur in die Schweiz und nach Liechtenstein (laut der Internetseite der Brauerei heißt das Land allerdings Lichtenstein).

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