Wieder mal ein Seemann

22:04 Uhr – Zum Wochenschluss gibt es ein Bier aus einer der wohl bekanntesten Craft-Beer-Brauereien Deutschlands: Crew Republic aus Unterschleißheim. Vor mir steht das Drunken Sailor, ein India Pale Ale mit 6,4 Prozent Alkohol. Die Merkmale des typtischen Crew Republic-Etiketts sind eine cremiges Blau und ein Anker mit Seil, der auch auf dem Kronkorken zu finden ist. Auch wenn sie nicht immer besonders gut sind, mag ich generell doch die kleinen Geschichten, die sich auf dem Rücken eines jeden Crew Republic-Biers findet. Der Drunken Sailor erzählt natürlich die Geschichte der englischen Seefahrer, die stark eingebrautes Bier nach Indien brachten. Kennen wir.

Im Glas ist das Drunken Sailor schön Goldgelb mit einem leichten Kupferstich, bedeckt von einem schneeweißen, feinporigen Schaum. Was auffällt ist, wie extrem klar dieses IPA ist. Im Geruchsorgan kommen äußerst herbe Hopfenaromen an, die auf eine gewisse Wuchtigkeit des Bieres schließen lassen. Daneben lassen sich auch säuerliche Zitrustöne von Zitrone, Grapefruit und Orangenschale erkennen.

Der Antrunk ist wie erwartet ziemlich herb, aber auf eine angenehme Weise. Zudem schmecke ich für einen ganz kurzen Moment die Süße von Honig. Dazu kommen eine Hand voll Kräuter und ein Hauch von Röstaromen. Im Abgang legt sich definitiv der Geschmack von Zitrusfrüchen in den Mund, allerdings ohne irgendeine Spur von fruchtiger Süße. Trotz der Hebe ist das IPA doch recht spritzig und süffig. Ein sehr ordentliches IPA, aber irgendwie auch so Standard, dass es mich nicht aus den Pantoffeln haut.

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