Durstige Blondine

18:10 Uhr – Zum Start in den vielleicht letzten sonnigen Feierabend der Woche gibt es ein leichtes Bier aus Berlin, die Thirsty Lady von Heidenpeters. Ein Blonde Ale, also quasi ein obergäriges, helles Bier ohne viel Spektakel, in der gelb etikettierten Flasche.

Ein leuchtend gelbes, trübes Bier mit fingerbreiter weißer Schaumschicht verbirgt sich hinter der durstigen Dame. Ein dezenter, angenehm süßlicher Duft steigt mir in die Nase, mit deutlichen Zitrusaromen, die aber nicht aufdringlich oder säuerlich sind.

Der Antrunk ist überraschend herb, das schlanke Bier hat wenig bis gar keine Süße im Malzkörper zu bieten und der Hopfen sorgt eben für mehr Bittere als Fruchtigkeit. Die Aromen sind nun eher würzig, nach Kräutern oder vielleicht noch ein bisschen blumig. Weil es so leicht ist (4,7 Prozent), ist es aber extrem süffig und erfrischend.

Auch der spritzige Abgang ist von einer breiten Herbe gekennzeichnet, die Bittertöne erinnern mehr und mehr an das Weiße von Orangen- oder Zitronenschalen. Interessant ist, wie lange sich diese Herbe im Nachgeschmack im Mund hält.

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