Ecohopfolus

17:57 Uhr – Keine Ahnung, wann man wieder problemlos nach Spanien reisen kann. Noch sitze ich aber nicht auf heißen Kohlen, denn ich habe noch Paella-Würze, Kamillen-Honig-Tee und vor allem auch noch ein paar Flaschen spanisches Bier gehamstert. Zum fast spanischen Wetter heute gönne ich mich zum Sonntagsfeierabend ein Ecolupulus aus dem Hause Montseny aus Seva bei Barcelona. Ein helles, obergäriges Biobier mit 5,4 Prozent Alkohol.

Das auf Katalan beschriftete Etikett mit hellgrünem Hintergrund und dunkelgrüner Umrahmung seht schick aus, das moderne Design gefällt mir gut. Abgebildet sind drei stilisierte Bäume mit weißem Stamm, dunkelgrüner Krone und leuchtend hellgrünen Früchten. Auf diesen Bäumen wächst zwar sicher nichts, aus dem man Bier machen könnte, aber bio sind sie bestimmt.

Das Ecolupulus entwickelt beim einschenken eine üppige, aber sehr feine weiße Schaumkrone. Darunter ist ein leicht trübes, strohgelbes Getränk auszumachen, das von recht großen Kohlesäurebläschen belebt wird. Der Bodensatz aus der Flasche schwimmt in Form von kleinen Partikeln im Glas, das ist nicht sehr hübsch, aber auch nicht schlimm.

Das Bier gibt eine frischen, hopfigen Geruch ab. Neben grasig-kräuterigen Tönen ist auch ein hauch von mediterraner Minze zu erkennen. Der Geruch ist nicht sehr intensiv, macht aber Lust auf den ersten Schluck des katalanischen Gebräus.

Der schmeckt intensiv, aber mild, nach Hopfen. Das Bier trägt den Lupulus also schonmal zurecht im Namen. Die Herbe ist vorhanden, aber absolut im unteren Bereich. So gibt der Hopfen dem Bier eine schöne, frische Würze. Die unaufdringlichen Aromen gehen in Richtung Heu und Gras, eine Prise frische Bergluft ist auch dabei. Eine äußerst erfrischende und süffige Angelegenheit. Im Abgang kommen noch ein paar bittere Nuancen und ganz, ganz leichte Zitrusaromen dazu. Dieses Blond Ale schmeckt mir ausgesprochen gut. Ich bin jetzt doch ein bisschen traurig, dass ich nicht so bald nach Spanien kann, um ein solches Prachtstück in einer ruhigen Bucht an der Costa Brava zu genießen.

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