Festwoche daheim

17:03 Uhr – Fürwahr bin ich kein großer Festwochengänger. Nur einmal war ich in meinem Leben auf diesem als Verbrauchermesse getarnten Volksfest in Kempten – und das aus beruflichen Gründen. Kein Grund jedoch, das Festwochen-Bier zu ignorieren. Das kommt von der Brauerei Zötler.

Das Etikett ist sehr klassisch gehalten, dunkelgrüne Umrandung, mittendrin ein helles Oval, in dem neben dem Brauereilogo und dem grün geschriebenen Namen des Bieres auch die Zeichnung oder der Druck eines tanzenden Paares in Tracht zu sehen ist.

Im zünftigen, volksfesterprobten Halbliterkrug gefällt das Festwochen-Bier in einem satten Gold, lebhafter Kohlensäure und einem klassischen, klaren Bieraussehen unter einer üppigen, weißen Schaumschicht. In die Nase dringt nicht besonders viel, was man riecht verspricht aber eher ein leichteres, frisches Aroma ohne die für Festbiere oft typische Malzschwere.

Tatsächlich ist das Bier aus Rettenberg doch vollmundiger und würziger, als gedacht. Die befürchtete Malzigkeit bleibt aber aus, sodass wir es hier zwar mit einem 5,8 Prozent schweren, aber dennoch sehr süffigen Festbier zu tun haben. Die leichte Süße von Gerste wird im Abgang schön von einer kräuterwürzigen, dezenten Herbe ergänzt. Die Spritzigkeit ist leider schon nach dem halben Krug passé – was auch am Glas liegen mag und für das Festbier auf einer Veranstaltung wieder Allgäuer Festwoche ja fast schon dazu gehört.

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