Obstkeks

21:17 Uhr – Hinter dem schwarzen ÜberQuell-Ü leuchtet die strahlend gelbe Sonne, die sich in einem roten Sechseck bricht und zum Rand des Etiketts hin immer zwischen weiteren Sechsecken hervorblinzelt. Ich bin mir nicht sicher, ob das Daddeldu Double IPA aus Hamburg damit eher in Richtung Sommer oder in Richtung Höllenfeuer gehen soll.

Auch im Glas wird das nicht sofort klar. Dunkelgold und ziemlich trüb, zusätzlich sogar noch mit deutlich sichtbaren Schwebstoffen, wirkt das IPA etwas matt und leicht gräulich. Die viele Kohlensäure sorgt für einen feinen, dunkelweißen Schaum mittlerer Höhe.

Der Geruch ist fruchtig bis säuerlich, von noch nicht ganz reifem Pfirsich über saftige Orangen bis hin zu dunklen Beeren. Auch ein ganz leichter Duft von frisch gebackenem Brot kommt mir in die Nase.

Der erste Schluck ist für 8 Prozent Alkohol erstaunlich sanft. Der weiche Pfirsichgeschmack kommt als erstes, dann auch die dunklen Beeren. Zitrustöne sind eher im Hintergrund, dafür zeigt sich nach kurzer die Süße von Butterkeksen zusammen mit einem Anflug von nun doch Alkohol.

Der Abgang ist so rund wie das ganze Bier, hebt sich allerdings auch in Sachen Geschmack und Herbe nicht großartig ab. Lediglich die Alkoholnote wird nochmal etwas stärker. Der Nachgeschmack ist ein Mix aus Pfirsich, Orange und etwas Keks – erinnert mich irgendwie an Früchtemüsli.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.