Ende mit Marzipan

18:00 Uhr – Zum Abschluss dieser hochsommerlichen Woche habe ich in mein Bierregel gegriffen und mir ein Fläschchen geschnappt, bei dem schon das Etikett für Abkühlung sorgt: Auf dem Holzar Bier nach Urväterart ist ein Waldarbeiter in Lederhosen, mit grünem Janker grünen Strümpfen und grünem Filzhut zu sehen, der im verschneiten Allgäu mit einer Axt einen Baum fällt. Das Export kommt von Der Hirschbräu aus Sonthofen.

Rustikal sieht es aus, das Holzar Bier. Kupferrot und ganz klar, bedeckt von einem cremigen, hellbraunen Schaum, der so viel Struktur hat, dass man fast meinen mag, es sei Sägemehl eingearbeitet. In der Nase mischen sich leichte Röstaromen mit viel frischer, grasiger Aromatik.

Das dunkle Bier mit 5,2 Prozent fließt überraschend leicht über die Zunge. Süße Malznoten machen es ziemlich süffig. Das geröstete Malz sorgt für eine leichte Röstnote, vor allem aber für milde Nussigkeit. Herbe steuern hier weder die Röstung noch der Hopfen großartig bei.

Im Abgang zeigen sich getrocknete oder eingelegte rote Früchte und aus dem Nussigen wird nun in Kombination mit der Süße sogar noch ein feines Marzipanaroma. Ein feines Bier, dass überhaupt nicht so schmeckt, wie es aussieht, und vielleicht gerade deshalb etwas besonders ist.

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