Jack im Walde

18:26 Uhr – Firestone Walker ist einer der Promis in der Craft-Beer-Welt, und ich habe noch nie ein Bier der 1996 von den Herren Firestone und Walker in Kalifornien gegründeten Brauerei getrunken. Bekannt sind vor allem die hopfigen Ales, ich freue mich auf das Easy Jack IPA, das mit seinen 4 Prozent Alkohol noch den Session IPAs zugerechnet werden darf.

Im Zentrum der Dose ist der Namen des Bieres unter drei Hopfendolden in eine dunkelgelbe Wappenform geschrieben. Von diesem Wappen gehen goldene Strahlen ab, nach oben über gelben, nach unten über schwarzen Hintergrund. Links ist ein großer Löwe zu sehen, rechts ein Bär. Die beiden scheinen zu boxen.

Das IPA ist strohgelb und klar, trotz deutlich sichtbarer Kohlensäure hat es kaum Schaum – und der wenige verflüchtigt sich auch noch extrem schnell. Schon beim Öffnen der Dose knallen einem die sehr, sehr fruchtigen Aromen in die Nase: Zitrus, Ananas, Nektarine, auch grüne Melone, Mandarine und Mango. Kein Wunder, bei den verwendeten Hopfensorten: Amarillo , Citra, Magnum, Mandarina, Melon, Mosaic und Simcoe. Eine leicht holzige Harzigkeit kündigt aber auch an, dass Herbe im Glas stecken könnte. Ein Bier, an dem man sich fast nicht sattriechen kann.

Der erste Schluck ist angenehm leicht und spritzig, begleitet von einer dezenten, aber tatsächlich holzigen Herbe. Die in der Nase noch so extremen Früchte spielen nur noch eine Nebenrolle. Am ehesten erinnern die leichten Bitternoten an den Backen an Grapefruit oder Mandarinenschalen. Am Gaumen wir es vor allem im Abgang richtig holzig, das Easy Jack IPA führt den Mund weit ins Gehölz. Diese waldige Bitter ist nicht unangenehm, sie bleibt auch richtig lange präsent und wird im Nachgeschmack sogar noch intensiver.

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