Schleswigsch Herb

17:07 Uhr – Ab in den hohen Norden, wo die Flensburger Brauerei das Flensburger Pilsener braut. Und zwar mit Küstengerste, was im Kleingedruckten bedeutet, dass mindestens 20 Prozent der Gerste aus Schleswig-Holstein kommen. Die kleine Bügelfalsche dürfte ja aus der Werbung bekannt sein, auch das darauf abgebildete Logo, auf dem ein goldenes Segelschiff an einem roten Leuchtturm vorbeischippert.

Hellgolden und absolut klar entzückt das Flens in der Pilsstange unter einer cremigen, aufgetürmten weißen Schaumhaube. Sehr viel schöner kann ein Pils eigentlich nicht mehr aussehen. Der etwas brotige Geruch von hellem Malz ist dominant, dazu eine Spur von dickflüssigem Honig. Auch eine leicht grasige Hopfennote kündigt sich an.

Der erste Schluck ist etwas leicht, den 4,8 Prozent und der hellen Farbe entsprechend. Eine knackige Hopfenherbe ist sofort präsent, sie erinnert an bittere Kräuter, vor allem Rucola kommt mir in den Sinn. Auch wenn ich das Pils insgesamt etwas flach und langweilig finde, ist es auf jeden Fall gut zu trinken und mit (oder trotz) seiner ordentlichen Herbe läuft es ganz gut hinab.

Apropos hinablaufen: Wenig überraschend zeigt sich die Herbe auch im Abgang, zusammen mit weichen Getreidenoten. Im Nachgeschmack wird es dann ordentlich grasig und bitter, nach einigen Sekunden zieht der bittere Geschmack von Rucola am Gaumen sogar noch nach.

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