Strahlender Stadtmönch

17:27 Uhr – Es muss ja nicht immer was neues sein, gell? Das Shiny Wilma von Urban Monk kenne und schätze ich schon seit geraumer Zeit. Kennengelernt habe ich es im Q-Muh in Ravensburg, dass nur einen Steinwurf (also wenn man sehr weit werfen kann und an dem großen Baum vorbei kommt) von meiner Wohnung weg ist. Ein Bier, dass ich bei meinen seltenen Besuchen dort gerne frisch vom Fass trinke.

Auch das Fläschchen gefällt mir allerdings recht gut. Auf schwarzem Grund leuchtet einem der Namen des Bieres entgegen, geschrieben mit hellblauen Neonröhren. Auch der Bierstil, Helles, steht in geschwungener Neonleuchtschrift auf dem Etikett. Das finde ich in der Tat ziemlich cool. Shiny Wilma heißt das Bier wohl mit Bezug auf die verwendende Hopfensorte Willamette, so vermute ich.

Im Glas ist die Shiny Wilma tatsächlich recht shiny, und zwar in einem hellen Goldgelb mit einer üppigen, überschäumenden und weißen Krone, die sich von großen Kohlesäurebläschen nährt. Das eigentlich klare Bier wird von einem Film aus feinen Schwebstoffen getrübt.

Ein blumiges Hopfenaromen strömt aus dem Glas, spannend sind die Nuancen von schwarzer Johannisbeere und milden Kräutern. Sehr frisch in der Nase auf jeden Fall.

Im ersten Schluck zeigt sich dann das Helle mit etwas schweren und süßen Malzaromen und einer angenehmen Würzigkeit. Eine unglaublich süffige Angelegenheit. Das läuft so gut rein, dass man fast nicht zum schmecken kommt. Wäre aber schade, denn im zweiten Eindruck sind da wieder die dunklen Beeren mit ihrer schweren Säure, die dem spritzigen Hellen noch einen, wenn auch dezenten, besonderen Dreh geben.

Wirklich ein feines Bier, wenn man sich im sicheren Hafen eines klassischen Bierstils bewegen mag und dennoch einen spannenden, neuen Geschmack sucht. Toll im Sommer im Biergarten, auf der Sonnenterrasse oder, wie in meinem Fall, im Schaukelstuhl auf dem Balkon. Toll auch, dass es diesen Bier im Biergarten 100 Meter von meiner Wohnung weg gibt.

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