Wilde Festsau

20:04 Uhr – Erschrocken muss ich feststellen, dass die ganze Welt die Wuid-Serie von Hoppebräu kennt und auch ich schon einige Sorten davon probiert habe, offensichtlich aber noch nie eine auf dieser Seite erwähnt habe. Bei der Wuid-Serie handelt es sich um die Craft-Biere der Brauerei, den Ursprung hat der Name wohl darin, dass der oberbayerische Opa des Braumeisters ein selbstgebrautes IPA für vogelwuid hielt.

Wild ist auch die Wuidsau, das Amber Ale aus der Serie. Das Etikett ist in kräftigem Schweinchenrosa gehalten, ein gezeichnetes, wohlgenährtes Hausschwein schaut einem entgegen. In der bauchigen und langhalsigen Drittelliterflasche sieht das sehr nett aus.

In dunklem Kupferbraun und einer matten Trübe gefällt das Wuidsau, nur am Boden des Glases sorgen die abendlichen Sonnenstrahlen für einen leichten Glanz. Die feste, üppige und anhaltende Schaumkrone ist cremefarben und setzt dem Anblick wirklich die Krone auf.

Der Geruch ist von ordentlicher Malzigkeit und eine zurückhaltenden Süße geprägt, vor allem aber auch durch süßliche Beeren.

In den ersten Schluck legt sich dann die ganze malzige Schwere des Festbieres, das ist ganz schön mächtig, obwohl es mit 5,6 Prozent Alkohol gar nicht so stark ist. Was ganz schön ist, ist, dass sich neben die wuchtige Malzigkeit mit ihren leichten Karamellnoten auch schön die reifen, schon leicht matschigen Beeren legen. Das trägt zwar weiter zur Süße und Schwere bei, gibt dem Bier aber einen runden Geschmack.

Im Abgang zeigt sich dann eine deutliche Hopfenherbe, die im Nachgeschmack das Säuerliche aus den angesprochenen Beeren zu Tage befördert. Auf jeden Fall ganz okay und für ein Bier dieser Farbe auch einigermaßen speziell, aber so ganz genau meins ist es leider nicht. Vielleicht fehlt mir auch einfach der als Foodpairing angegebene Schweinsbraten zur Wuidsau.

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