Wilder Krampalar

21:45 Uhr – Habe ich schon erwähnt, dass Bockbierzeit ist? Natürlich auch in Tirol bei Vilser Bergbräu, die die Starkbiersaison mit einem dunklen Doppelbock namens Schwarzer Krampalar begleiten. Krampalar ist der Tiroler Name des Begleiters des Nikolauses, also der unheimliche Typ, der anderswo Krampus, Kramperl oder Bartl heißt und die bösen Kinder bestraft. Sein Gesicht ist auch in schwarz auf dem dunkelroten Etikett zu sehen: Eine grimmige, böse Fratze mit gewellten Hörnen und zotteligem Fell rund um den Kopf.

Der Doppelbock ist kastanienbraun und liegt unter einer dünnen, gelblichen Schaumschicht. Heraus strömt der intensive, malzige Geruch von Brotrinde, Haselnüssen, Mandeln, Marzipan und weicher, gelber Birne.

Auch der Geschmack gefällt mit Aromen von Rosinen, Maronen und dunkler, gut gebackener Brotkruste. Das 8 Prozent starke Bier schmeckt sehr intensiv und ist wunderbar vollmundig und weich. Dem Tiroler Bergwasser sei Dank. Die Fruchtigkeit im Hintergrund führt von älteren, eingelagerten Äpfeln hin zu trockenen, nicht mehr besonders saftigen Orangen.

Der Abgang ist nussig bis holzig, auch eine leichte Herbe zeigt sich im schweren Doppelbock. Der Nachgeschmack ist trocken, weiterhin nussig – und sogar ein ganz kleines bisschen schokoladig.

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