Dunkle Petra

17:29 Uhr – Jetzt ist es aber mal so richtig Herbst. Regen, Wind, kalt – und früh dunkel. Ideale Bedinungen, um schon am frühen Abend zu einer Flasche Dunkelbier zu greifen. Die kommt heute von BernardiBräu aus Rettenberg und heißt Petras No.1. Kreiert wurde das Bier laut Etikett von Chefin Petra. Das Etikett zeigt außerdem wieder ein großes, weißes B auf dunkelbraunen Grund, in dem das Brauereilogo, der Name des Bieres sowie die Information, dass es sich um die höchstgelegene Privatbrauerei Deutschlands handelt. Die Schattierung des Bs und der Stern im Etikett sind dieses Mal blau.

Im Glas präsentiert sich Petras No.1 in hellbrauner Farbe mit einem leicht rotbraunen Schimmer. Das Bier ist klar und hat auffällig große Kohlesäurebläschen, die auch den an sich feinen, cremefarbenen Schaum grob durchbrechen.

Der dezente Duft erinnert an die Kruste von dunkel gebackenem Holzofenbrot, dazu Nuancen von Trockenobst und nassem Holz. Der Antrunk ist malzaromatisch und im ersten Eindruck süß. Die Süße wird aber schnell von trockenen, leicht herben und würzigen Hopfenaromen überlagert. Im Mund fühlt sich das dunkle Getränk nach mehr als 5,2 Prozent Alkohol an. Der trockene Geschmack von leicht geröstetem Gerstenmalz gewinnt immer mehr die Überhand, begleitet von einer unterschwelligen Bitterkeit, die sich weit hinten auf die Zunge setzt. Die anfängliche Süße ist fast komplett verschwunden.

Im Abgang klingt wieder etwas Dörrobst an, bevor das Bier dann immer noch recht spritzig in den Hals hinab läuft. Zurück bleibt ein trockenes Mundgefühl mit lange nachhaltender, etwas penetranter Bittere.

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