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Fruchtige Blumenwiese

17:14 Uhr – Dass das Tier mit den rundlich aufgedrehten Hörnern etwas belämmert vom Etikett schaut, soll der Vorfreude auf den Mai Bock naturtrüb der Biermanufaktur Engel aus Crailsheim keinen Abbruch tun. Immerhin hat es einen steinernen und überschäumenden Bierkrug vor sich stehen und sitzt vor einer herrlichen Bergkulisse inmitten einer bunt blühenden Frühlingswiese. Über der Szenerie füllt das Brauereilogo die andere Hälfte des grün umrandeten Etiketts. Dass auch auf dem Halsetikett rote Tulpen, gelbe Narzissen und weiße Margeriten blühen, ist ein schönes Detail. Absolut erwähnenswert ist noch, dass die Halbliterflasche mit einem Schraubverschluss verschlossen ist. Also nicht mit einem drehbaren Kronkorken, sondern mit einem richtigen Schraubverschluss, wie man ihn von Mineralwasserflaschen kennt.

Man muss sich beim Einschenken ganz schön Mühe geben, um überhaupt etwas Schaum hinzukriegen. Dann legt sich aber für eine überschaubare Zeit eine dunkelweiße, sehr feine Schaumschicht über ein goldgelbes, matt getrübtes Bier. Es riecht intensiv nach Aprikose, grüner Melone, Banane und frischem, hellem Brot. Toll!

Der Antrunk ist sehr weich und süßlich, der Mai Bock erinnert jetzt fast ein bisschen an Kuchenteig. Belegt natürlich wieder mit den schon entdeckten Früchten. Dazu kommt eine fruchtig bis säuerliche Herbe, die hinten raus schon ganz leicht alkoholisch wird. So kann man die 7,2 Prozent Alkohol wenigstens erahnen.

Im Abgang kommt eine überreife Aprikose zur Geltung, der es jetzt aber an Süße fehlt. Etwas säuerlich verabschiedet sich das Bier, der Nachgeschmack ist voll, fruchtig und wiederum leicht alkoholisch.

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