Raffiniert mit Hopfen

19:51 Uhr – Bei einer Mini-Bierverkostung am letzten Wochenende in Ulm war das Hoppy Hell von Maisel & Friends der Sieger nach Punkten. Ein Bier, das ich schön öfter getrunken, aber noch nie was dazu aufgeschrieben habe. Das hole ich hiermit nach.

Das Etikett hat eine dunkelweiße Hintergrundfarbe, zentral ist in Gold das Brauereilog zu sehen, darunter hin Blau und Gold der Name des Bieres. Seitlich ragt jeweils eine halbe, riesige, blaue Hopfendolde herein. Es handelt sich um ein hopfengestopftes helles Lagerbier, oder um es mit den Worten vom Rückenetikett zu sagen: Ein Bier unserer bayerischen Heimat mit moderner Raffinesse.

Hell golden und naturtrüb-matt ist das Hoppy Hell, der feinporige, cremige Schaum ist recht stabil. Ein starker Fruchtgeruch von Zitronen, Limetten, säuerlichen Beeren und Mirabellen weht aus dem Glas.

Der Antrunk ist ausgewogen, eher süßlich wie frisches Weißbrot mit einem Kleks Mirabellenmarmelade. Steinobst bleibt auch die dominante Frucht, wenn sich die Hopfenaromen mehr und mehr entwickeln. Aber auch klassische Zitrusfrüchte und etwas reife Ananas erfreuen den Gaumen. Dank dem stabilen Körper (5,3 Prozent Alkohol) wird es aber nicht zu flippig, da die Hopfenaromen hervorragend in diesen Brot- und Getreidekorb von hellem Malz eingebettet sind.

Grapefruit und damit eine gewisse fruchtige Herbe zeigt sich im Abgang. Leicht trocken und mit einem minimalen Teigbelag bleibt die Zunge zurück, die sehnsüchtig auf den nächsten Schluck Hoppy Hell wartet.

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