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Verführerische Schöpfung

17:46 Uhr – Lemke Berlin hat sich was neues einfallen lassen: Unter dem Label Beer Machine sollen zukünftig einmalige, in irgendeiner Art besondere Biere in limitierter Stückzahl auf den Markt kommen. Den Anfang macht in diesen Tagen das Eva & Adam Double Dry Hopped Kveik Pale Ale. Die Hopfensorten Citra, Simcoe und Sabro versprechen in Kombination mit der Kveik-Hefe bei 5,7 Prozent Alkohol ein fruchtiges Erlebnis. Erdacht wurde das Sonderbier von Braumeister Bastian Oberwalder.

Die weiße Dose wirkt mit den vielen kleinen pinken Punkten wie eine bunt verputzte Wohnzimmerwand. Darauf schlängelt sich, bereit zum Angriff, eine große, giftige Schlange mit spitzen Zähnen, listiger Zunge und wachen, roten Augen. Vielleicht eine Kleinigkeit, aber durch das Umdrehen der eigentlich gängigen Reihenfolge von Adam & Eva bleibt man an dem Titel sofort hängen. Möge es auch beim Inhalt so sein!

Strohgelb und durchgängig leicht getrübt fließt das Berliner Bier ins Glas, eine üppige, strahlend weiße Schaumkrone türmt sich auf. Die sichtbar wilde Kohlensäure sorgt dafür, dass der Schaum richtig lange stehen bleibt. Trotz seiner Dichte lässt er den lieblichen Geruch von tropischen Früchten durch. Ich rieche vor allem Ananas und gelbe Grapefruit, aber auch Mango und Maracuja. Begleitet werden die Früchte von einer frischen Hopfennote.

Nicht zuletzt deshalb ist das Pale Ale im Antrunk sehr süffig und erfrischend. Die leichte Herbe in Verbindung mit den eher säuerlichen Fruchtnoten lässt es auf der Zunge richtig prickeln. Ein anderer Fruchtgeschmack, der etwas schwerer und cremiger ist, dürfte wohl durch die norwegische Kveik-Hefe entstanden sein.

Mit der Zeit lassen die fruchtigen Töne etwas nach, würzige Hopfennoten treten nach vorne, ohne besonders bitter zu machen. Im Abgang kommt ein Hauch von Zitrone und die damit einhergehende Bitterkeit dazu, die aber schon im Nachgeschmack nur noch minimalst vorhanden ist. Fahrt frei für den nächsten Schluck!

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