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Wanderlust

20:29 Uhr – Wanderlust ist ja auch irgendwie so ein komisches Wort. Ich habe den Eindruck, dass es vor allem in den Sozialen Medien verwendet wird – und zwar als Hashtag von Leuten, die eigentlich gar kein Deutsch können. Darum passt es wohl auch gut, dass das Pale Ale namens Wanderlust aus der Schweiz kommt. Genau gesagt von der Beer Factory in Rapperswil. Das kindlich wirkende Etikett mit seinen klaren Farben und Formen zeigt eine wunderbare Wanderlandschaft mit blauem Himmel, ein paar Wölkchen, aufgehender Sonne zwischen grauen Bergen, grüne Wiesen und Wege zwischen vereinzelten Bäumen. Davor sieht man von hinten eine startklare Katze mit Rucksack. Interessant ist, dass das Naturidyll links von zwei urbanen Hochhäusern abgeschlossen wird.

Ziemlich klar und goldgelb legt sich das Schweizer Bier unter eine fast schnittfeste, cremige Schaumschicht. Diese wird von extrem lebhafter und ausgeprägter Kohlensäure gespeist. Durch den Schaum kämpft sich eine angenehme Hopfennote, leicht fruchtig und beerig, gepaart mit dezenten Aromen von Kiefern und Karamell.

Der Antrunk ist frisch, leicht und prickelnd. Dass das Bier recht leichte 4,8 Prozent Alkohol hat, merkt man ihm an – aber das macht die Sache umso süffiger. Der Hopfen liefert wenige bittere, aber schöne, dezente Aromen von Stachelbeeren, Limette und Mango. Im Abgang ziehen die Bittertöne etwas an, es geht nun in Richtung Kiefer und Harz. Der Nachgeschmack bleibt bitter, nun gewinnen aber Zitrusfrüchte in Form von Orangenschalen die Oberhand. Schöner Durstlöscher!

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