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Der Hopfenreiter 2022

17:17 Uhr – Es ist wieder Hopfenreiter-Zeit! Auch in diesem Jahr präsentieren Maisel & Friends ihr Double IPA, bei dem basierend auf einen Grundrezept von Jahr zu Jahr lediglich die Hopfensorten verändert werden. Die Hopfen wurden auch dieses Mal von befreundeten Brauereien gespendet, die da wären:

Im Glas ist der Hopfenreiter wie immer ein Augenschmaus: Dunkelgold und klar, mit leicht rotgoldenem Glanz und deutlich sichtbarer, feiner Kohlensäure. Diese sorgt für eine extrem stabile, ausdauernde und cremig-feine Schaumkrone aus dunkelweißem, leicht gelblichem Schaum.

Ein tropischer Geruch strömt in die Nase und kündigt ein hopfenfruchtiges IPA an. Papaya, gelbe Melone und etwas Limetten fallen mir als Erstes auf. Aber auch sehr reife, helle Beeren bringen ihr süß-säuerliches Aroma ein. Auf der lieblicheren Seite meine ich sogar Erdbeeren und Himbeeren zu erschnuppern.

Der erste Schluck kontert die Geruchseindrücke mit einer deutlichen Herbe und trockenen Stroharomen. Das Mundgefühl ist trotz Herbe und ganz leichten Alkoholnoten gefährlich frisch, spritzig und schlank – das Bier hat 8,5 Prozent Alkohol. Zwar fast ohne Süße, aber dennoch fruchtig, kämpfen sich die tropischen Aromen zurück an den Gaumen. Durch die Bitterkeit bin ich jetzt eher auf der Zitusseite mit Orangenschalen, Grapefruit und etwas Ananas. Mit steigender Trinktemperatur zeigt sich auch etwas Mango. Aber auch das trockene, aromatische Stroh drückt dem Hopfenreiter nach wie vor seinen Stempel auf.

Im Abgang nimmt die Herbe überraschenderweise nur minimal zu. So wird die Trinkfreude nicht gebrochen. Ich bemerke am Rande zwischen den kräuterig-herben und säuerlich-tropischen Aromen den Geschmack von jungem Heumlich-Bergkäse (auch wenn ich mich kaum traue, das zu schreiben). Kurz stechen ganz deutlich Stachelbeeren hervor, dann legt sich ein nasse Bitterkeit von Grapefruit und Orangenschalen ausdauernd an den Gaumen.

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