Saftiges Monsterle

17:24 Uhr – Das Exotic Monster auf dem gleichnamigen Fruit Ale von Munich Brew Mafia sieht ziemlich niedlich aus: Eine etwas zerknautschte Kartoffel mit großen, runden Augen, riesigen Füßen und kleinen Ärmchen, stumpfen Zähnen samt großer Zahnlücken und kleinen Hörnchen, von denen absolut keine Gefahr ausgeht. Sieht man das Monster allerdings in Relation zu der Palme, die es in der linken Hand hält, scheint es zumindest ziemlich groß zu sein. Auf das Bier in der Flasche bin ich wirklich gespannt, denn es handelt sich um ein Pale Ale aus Gersten- und Weizenmalz, Sorachi Ace-Hopfen und eben Mango und Kokosnuss. Der Alkoholgehalt ist mit 6,66 Prozent angegeben.

Das exotische Monsterchen liegt in mattem Orange im Glas, der wenige weiße Schaum verflüchtigt sich augenblicklich. Die starke Trübung lässt absolut kein Licht durch das Bier, die vielen kleinen Kohlensäurebläschen erkennt man nur bei ganz genauer Betrachtung. Der Duft ist sehr intensiv, die sehr reife Mango ist hier dominant. Die ist so reif, dass sie schon fast ein bisschen ins Miefige geht. Vielleicht ist sie sogar schon ein bisschen vergoren, denn auch ein Hauch von süßem Alkohol zieht in meine Nase. Über allem schwebt ein eigentlich klassischer, leicht gemüseartiger Geruch von frischem Hopfen. Wobei ich nicht glaube, dass hier frischer Hopfen verwendet wurde.

Der weiche Antrunk erinnert doch eher an Fruchtpüree oder Saft, als an ein Bier. Durch die leichte Cremigkeit und die wenige Kohlensäure fühlt es sich auch so an. Die Mango ist als schöne Frucht erkennbar, auch mit einer leichten Holzigkeit. Die Kokosnuss und auch den Sorachi Ace kann ich nicht herausschmecken. Etwas gekochtes Gemüse habe ich nach wie vor im Geschmack, dazu kommt eine leicht mostige Säure im Abgang. Im Nachgeschmack habe ich säuerliche Frucht, vielleicht Orange im Mund.

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