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Irgendwas bestellt

17:46 Uhr – Random Order heißt das IPA von Belch.Brut, das ich gleich aufmachen werden. Schon optisch ist gleich klar, dass es zu gleichen Serie wie das Open Secret gehört, dass ich vor ein paar Wochen getrunken habe. Auch bei dieser Dose sieht das Etikett nämlich sehr nach tropischen Urwald aus. Verschiedene Farne und andere Pflanzen mit exotischen Blättern wuchern wild durcheinander. Einige sind grün, die meisten werden aber von einem schwachen Licht violett und blau gefärbt. Links oben und rechts unten, fast könnte man sie übersehen, sind zwei rosarote Formen zu sehen, die auch Blätter sein könnten, aber doch sehr an Gesichter oder Masken erinnern. Immer schön, wenn es was auf den zweiten Blick zu entdecken gibt!

In mattem Dunkelgold liegt das IPA gleichmäßig trüb im Verkostungskelch. Der üppige Schaum ist weiß, nach außen hin grobporig, in der Mitte türmt er sich feinporig. Eine träge Kohlensäure ist beim genauen Hinsehen zu erkennen.

Der Geruch ist hopfenfruchtig, aber nicht zu süß. Es kündigt sich schon eine gewisse Herbe an. Obwohl es optisch nicht passt, muss ich zunächst an Himbeeren und Erdbeeren denken, auch säuerliche Beeren wie Stachelbeeren oder rote Johannisbeeren senden ihre Botenstoffe in die Nase. Dazu kommt ein weicher, milchiger Geruch von Sahnekaramell.

Der Antrunk ist erfreulich mild und rund. Die vermuteten säuerlichen Früchte kommen kaum zum Vorschein, vielmehr übernehmen eine sanfte Grapefruit und – etwas im Hintergrund – auch eine Maracuja. Mit der Zeit zeigt sich immer mehr Süße, dazu bringt der viele Hopfen auch erfrischende Noten von hellen Blüten und Minze in das 7 Prozent starke Bier.

Hinten raus legt die Grapefruit, die auch eine säuerliche Orange sein könnte, etwas an Herbe zu. Mit einer leichten Grasigkeit startet der Abgang, der sehr vollmundig ist. Der Nachgeschmack ist leicht säuerlich-herb und recht trocken, mit einer schönen Restsüße von Grapefruit, Orange und Maracuja.

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