Easy, DeeJay

14:34 Uhr – Ja, ich musste EDM googeln: Elektrische Tanzmusik. Aha. Das erklärt, warum auf dem EDM got me down IPA vom Atelier der Braukünste ein scheinbar etwas aus der Zeit gefallenes DJ-Set zu sehen ist. Auf einem Tapeziertisch und darunter stehen verschiedene DJ-Utensilien, Kabel hängen herunter. An der Tischkante wurde mit zwei Klebestreifen ein handgeschriebener, brauner Zettel befestigt, auf dem „Vorsicht Der DeeJay!“ steht. Verbraut sind in dieser flüssigen Disko Gerstenmalz, Haferflocken, Hafermalz und Weizenmalz, außerdem die Hopfensorten Mosaic, Vic Secret, Loral und Amarillo.

Im Glas liegt ein mattes, trübes dunkelgelbes Bier unter einer etwas groben aber üppigen weißen Schaumschicht. Der Duft ist hopfenfruchtig nach Grapefruit, Orange und reifer Mango. Passend zum Frühling wehen auch ein paar frische, blumige Töne in meine Nase.

Ein weicher Obstkorb mit vielen süßen Zitrusfrüchten legt sich beim ersten Schluck in den Mund. Vor allem die Orange mit einer leichten Bitternote ist präsent. Das Herbe wird nach und nach ein bisschen mehr, Orangenschalen geben den Geschmack an – und es geht auch immer mehr in eine blumige Richtung. Für 6,9 Prozent Alkohol läuft das natürlich runter wie ein weniger süßer Fruchtsaft.

Der Abgang ist mild mit nur leicht blumiger Würze und den leichten Bittertönen der Orangenschalen. Nach einem durstlöschenden Finale erinnert mich der Nachgeschmack etwas an den von kaltem, grünen Tee. Langsam macht sich dann im Mund auch eine trockene Zitrusbittere breit.

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