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Alpsee-Festbier 28.05.22

18:30 Uhr – Auch in diesem Jahr habe ich gemeinsam mit einem befreundeten Paar ein Hochzeitsbier für deren Hochzeit gebraut: Mit Simone und Niklas im April in Bühl, auf der Baustelle des zukünftigen Hauses mit bestem Blick auf den Alpsee. Entstehen sollte ein helles, süffiges Bier. Die beiden Hopfensorten Tradition und Mandarina Bavaria haben die beiden selbst ausgesucht. Weil alle Zutaten in Bioqualität verwendet wurden, haben wir sogar ein Biobier geschaffen.

Mit den Eindrücken vom Brautag im Gepäck habe ich das Bier Alpsee-Festbier genannt, da auch die Hochzeit unweit des Sees stattfand. Auf dem blauen Etikett ist ein Brautpaar vor einem Gewässer zu sehen, das zwischen Berggipfel gebettet ist. Ungefähr 5,5 Prozent Alkohol hat das Gebräu – und der aller größte Teil wurde direkt nach der Trauung im Kirchenhof vom Fass gezapft. Nur drei Fläschchen habe ich abgefüllt. Zwei davon fürs Brautpaar, eine für diese Bierbeschreibung.

Inzwischen – zugegebenermaßen ist die Hochzeit schon über einen Monat her – hat sich das Bier ziemlich gut geklärt. Dass es unfiltriert ist, lässt sich dank kleiner Schwebstoffe im hellgoldenen, glänzenden Getränk dennoch erkennen. Die Schaumschicht ist nur Fingerbreit, dafür aber dunkelweiß, dicht und sehr beständig.

Im Duft entfaltet sich der Hopfen total: Süße Noten von blühenden Sommerblumen, Holunderblüten und natürlich vor allem saftiger Mandarine. Dazu eine ganz leichte Getreidenote und der Geruch von süßem Brot mit Mirabellenmarmelade. Ziemlich gelungen, muss ich loben.

Der erste Schluck ist erfrischend leicht, ohne zu dünn zu sein. Sofort zeigt sich die fruchtige Süße, die auch etwas an verdünnten Honig erinnert. Besonders viel Kohlensäure hat es nicht, was aber auch an der Abfüllung in die Flasche liegen mag. Auch und gerade deshalb lässt es sich aber leicht trinken.

Nach und nach kommt in Form von getrockneten Blumen, Bergkräutern und ganz milden Limettenschalen auch ein Hauch von Herbe ins Alpsee-Festbier. Im Abgang geht alles noch deutlicher als bisher in die Zitrusrichtung, die saftige Mandarine mit etwas Säure und Herbe und viel Süße zeigt sich von ihrer besten Seite. Der Nachgeschmack ist trocken und leicht herb mit einer Spur von kaltgeschleudertem Honig.

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